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Demokratie - Toleranz - Integration - Zivilcourage - Weltoffenheit!

Der Verein „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen Rechts“ wurde 2000 in Rosenheim gegründet. Er ist ein Zusammenschluss von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus allen Bevölkerungsschichten, die sich für unsere offene Demokratie und die individuellen Rechte jedes Einzelnen einsetzen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Aufarbeitung der Nazi-Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit dem aufkommenden Rechtsextremismus und Rechtspopulismus in Deutschland und Europa. Der Verein ist überparteilich. Als einen Schwerpunkt unserer Arbeit sehen wir die Bildungsarbeit und die damit verbundene Erinnerungskultur. 

Der Verein agiert in seiner Arbeit absolut gewaltfrei und achtet auch darauf, dass Veranstaltungen, an denen er teilnimmt, gewaltfrei ablaufen.

Aktuelle Themen und Veranstaltungen:

Besuch von Annette Ramelsberger am 7.Juli 2019

Besuch von Annette Ramelsberger am 7.Juli 2019

 

Im Saal des Gemeindeshauses der evangelischen Erlöserkirche Rosenheim war kein Sitzplatz mehr frei, als die SZ-Journalistin Annette Ramelsberger vor knapp hundert Zuhörern über den vor einem Jahr abgeschlossenen NSU-Prozess und ihre Einschätzung der gewaltbereiten rechten Szene in Deutschland berichtete. Frau Ramelsberger war auf Einladung des Vereins „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen rechts“ und des evangelischen Bildungswerks nach Rosenheim gekommen. Sie hatte jeden Tag des Prozesses vor Ort verfolgt, nach ihrer Angabe, „eine aufreibende Arbeit“.

Sie erinnerte an das Versprechen der Kanzlerin auf völlige Aufdeckung der Vorgänge. Dieses Versprechen sei leider aus vielerlei Gründen nicht eingehalten worden. Der Prozess sei dennoch eine große Leistung gewesen, allerdings sei vieles – wie z.B. das extrem milde Urteil gegen André Eminger und der Applaus von rechtsradikalen Zuhörern, gegen den nicht eingeschritten wurde – auch verstörend gewesen. Er sei eine „Phalanx aller Spielarten des Rechtsextremismus“ gewesen und habe „den Blick frei gemacht auf die Seele von Demokratiefeinden und die dunkle Seite der Wiedervereinigung offenbart.“ So habe die DDR das Unrecht der Nazizeit nie richtig aufgearbeitet und nichts gegen den dort damals z.B. in Tattoos schon sichtbaren Rechtsextremismus getan. Bedauerlich sei, dass die Urteilsbegründung leider immer noch nicht schriftlich vorliege und die Opferfamilien in der mündlichen Begründung zu wenig gewürdigt worden seien.
Ein Protokoll im eigentlichen Sinne werde es – wie bei allen Gerichtsverfahren - nicht geben. Sie habe es deshalb aus ihren Aufzeichnungen ein Protokoll-Buch angefertigt, welches inzwischen erschienen sei.
Man dürfe sich – so Annette Ramelsberger - nicht auf der Verurteilung von Beate Zschäpe ausruhen: Seit dem Ende des NSU-Prozesses habe nicht nur der Mord an Walter Lübcke durch einen Täter aus dem Umkreis der NSU stattgefunden. Die Äußerungen aus der Gruppe Pegida, in denen Verständnis für den Mord an Lübcke geäußert worden sei, seien unfassbar. Es habe auch Ermittlungen gegen die Terrorzelle „Revolution Chemnitz“, welche Verbindungen zu Hooligangruppen habe, sowie Ermittlungsverfahren gegen 38 hessische Polizisten gegeben, aber auch Morddrohungen gegen Anwälte des NSU-Prozesses und – ganz aktuell! – gegen Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete. Alles Vorfälle, die bei den Besuchern der lebhaften Diskussionsveranstaltung blankes Entsetzen und die Frage nach den Konsequenzen hervorriefen.
Aufklärung, Wachsamkeit und nachhaltiger standfester Widerstand in Politik und Gesellschaft seien angesagt, so Angelika Graf, die langjährige Vorsitzende des Vereins „Gesicht zeigen – Rosenheimer Bündnis gegen rechts“ in ihrem Schlusswort. Jeder könne und müsse dazu seinen Beitrag leisten.

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Stürzenberger-Auftritt in Rosenheim am 13.Juli 2019

Stürzenberger-Auftritt in Rosenheim am 13.Juli 2019

In Art. 4 des Grundgesetzes wird in Deutschland die Religionsfreiheit garantiert. Das gilt für Angehörige aller Religionen und Weltanschauungen. Es ist ein wichtiges Menschenrecht, welches in unserem Grundgesetz festgeschrieben ist.
Viele Menschen in Deutschland, in Bayern und auch in unserer Region gehören dem muslimischen Glauben an. Das betrifft sowohl einen Teil der Geflüchteten, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind, als auch diejenigen Menschen mit Migrationshintergrund, die schon lange in Deutschland leben und eine neue Heimat bei uns gefunden haben. Sie gehen einer Arbeit nach und tragen täglich zu unser aller Wohlstand bei. Ihre Kinder besuchen hier mit Erfolg die Schulen oder Universitäten.
Pegida-Gruppen und andere Menschen mit rechtsextremem rassistischem Gedankengut hetzen gegen diese Bürger unseres Landes. Sie beleidigen ihre Religion und setzen schwarze Schafe, die es in allen menschlichen Zusammenhängen gibt, mit der großen Masse der Muslime gleich oder verfälschen historische Entwicklungen, ja sie benutzen sogar die Opfer des Naziregimes und Widerstandskämpfer in infamer Weise. Besonders tat sich hier bereits in der Vergangenheit Michael Stürzenberger hervor.
Er missachtet mit seiner stundenlangen Hetze, die er am vergangenen Samstag auch am Mittertor in Rosenheim ausgeschüttet hat, die Würde der Muslime und zerstört damit den Zusammenhalt und die Solidarität in unserer Gesellschaft sowie alle Bemühungen der Integration.
Viele Menschen muslimischen Glaubens, die in unserer Region leben, sind unsere guten Nachbarn und Freunde. Wir verdanken ihnen z.T. auch unseren Wohlstand.
Wir dulden keinen Hass gegen sie in Rosenheim und anderswo. Viele Beispiele auch der jüngeren Zeit zeigen, dass Hass in Wort und Schrift die Grundlage für Gewalt ist. Politik und Gesellschaft müssen dagegen aufstehen, wie das am Samstag viele Rosenheimer Bürger getan haben. Wir freuen uns, dass so viele dem Aufruf von „Rosenheim nazifrei“ gefolgt sind und danken den Jusos, dass sie die Initiative ergriffen haben. Widerstand tut Not.
Vor über 80 Jahren waren es die Juden, gegen die gehetzt wurde. Wir wissen alle, was sich daraus entwickelt hat. Heute sind es die Migranten. Die Mechanismen sind die gleichen.

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